Hydranten

Wandhydranten

Wandhydranten sind in Gebäuden installierte Wasserentnahmestellen, die zur ersten Brandbekämpfung vorgesehen sind. In einer meist plombierten Wandnische ist ein Ventil angebracht, an das ein gerollter Druckschlauch mit dem dazugehörigen Strahlrohr angeschlossen ist. Versorgt werden Wandhydranten von einer unter Druck stehenden Steigleitung.

Über-/Unterflurhydranten

Über-/Unterflurhydranten

Trockene Steigleitungen

Sie dienen ausschließlich zur Nutzung der Feuerwehr und sind für Laien unbrauchbar. Nach DIN 14462 besteht eine trockene Steigleitung aus einer Löschwassereinspeisung, die sich üblicherweise frei zugänglich im Eingangsbereich befindet. Des Weiteren ist meistens pro Etage mindestens eine Entnahmearmatur anzuordnen. Am Ende eines jeden Steigstranges ist ein Be- und Entlüfter zu setzen, um Druckschläge zu vermeiden. Die Dimensionierung der Steigleitung wird gemäß DIN 14462 in DN 80 ausgeführt. Andere Dimensionierungen können dann gewählt werden, wenn rechnerisch die nach DIN geforderten Drücke und Wassermengen erreicht werden.

Trenn und Druckerhöhungsstation

Beim Brandschutz wird in erster Linie auf den normgerechten Schutz des Trinkwassers geachtet. Das Trinkwasser muss vollständig zwischen Trinkwasser und Löschwasserleitung getrennt sein. Löschwasseranlagen mit Außen- und Wandhydranten (Typ F) dürfen in Deutschland aus hygienischen Gründen seit 1994 (TWIN 6) und 2002 DIN 1988-6 nicht mehr mit dem öffentlichen Trinkwassernetz verbunden sein. Das Trinkwasser gelangt über eine Einspeisung mit freiem Auslauf (Typ AA oder AB nach DIN EN 1717) in einem dafür vorhergesehenen dimensioniertem Vorlagebehälter. Falls der Vorgang nicht möglich ist, muss eine automatische Spüleinrichtung eingebaut werden. Die Trenn-/Druckerhöhungsstationen dienen hierbei um das Trinkwasser zu schützen.

Nass/Trocken AnlagenTrockene Steigleitungen

Steigleitungen Nass / Trocken
Diese Ausführung dient zur Erstbrandbekämpfung durch den Laien mittels Wandhydrantenschränken. Hier wird das Löschwasser erst über einen elektrischen Kontakt, der an einem Wandhydrantenschrank ausgelöst wird, in die Leitung geflutet. Das benötigte Löschwasser steht bis zu diesem Zeitpunkt an einer Füll- und Entleerungsstation an, die über eine Membrane geöffnet wird. Die Befüllung muss nach DIN 14462 innerhalb von 60 Sekunden erfolgen. Dieser Typ der Steigleitung kommt immer dort zum Einsatz, wo Frostgefahr herrscht und daher eine ständig unter Wasser stehende Leitung nicht möglich ist.

Steigleitung Nass
Diese Ausführung dient ebenfalls zur Brandbekämpfung durch den Laien mittels Wandhydrantenschränken. Der Unterschied ist hier jedoch, dass die Leitung dauerhaft mit Wasser befüllt ist. Um den notwendigen Druck an den Wandhydrantenschränken zu erreichen, muss zusätzlich eine Feuerlöschpumpe eingebaut werden.